Was sind die Förderwochen?

Bei den Förderwochen handelt es sich um konduktive Fördercamps, welche ein bis drei Wochen andauern.
Die Teilnehmer bekommen täglich konduktive Förderung.

Ziel der Förderwochen ist es, körperbehinderten Kindern und Jugendlichen, die nicht in Heilpädagogischen Tagesstätten untergebracht sind, die Möglichkeit zu geben, konduktiv gefördert zu werden.

Wozu sind die Förderwochen gut?

Ganz einfach, weil es Spaß macht mit gleichaltrigen den Tag zu verbringen und während den intensiven Förderwochen neue Freunde kennen zu lernen.

Bei der Therapie erkennen die Teilnehmer ihre körperlichen Möglichkeiten, Grenzen oder entdecken neue Interessen und fördern ihre körperliche aber auch kognitive Verfassung.
Und wie es üblich ist werden unsere Konduktoren alle Teilnehmer mit wertvollen Empfehlungen und Übungen für die „förderwochenfreie“ Tage für Zuhause mitgeben.

Urlaub und Förderung in Ungarn zugleich

Für Jugendliche ab 14 Jahren bieten wir optional zwei oder dreiwöchige Förderwochen im näheren Ausland (z.B. Ungarn, Italien, Kroatien) an.
Ideal für junge Menschen mit Behinderung, die einfach mal Urlaub machen wollen aber trotzdem fit bleiben möchten.
Die Teilnehmer bekommen täglich konduktive Förderung.

Neben der Therapie stehen zusätzlich tolle Ausflüge, Baden, gemeinsame Spielabende und noch weitere erlebnisreiche Freizeitaktivitäten auf der Tagesordnung.

Die erfahrenen Konduktoren und Helfer betreuen die Teilnehmer rund um die Uhr. Unser eingespieltes Team hat jahrelange Erfahrung bei der Ferienbetreuung von Jugendlichen und diese sorgen sich um das Wohlergehen aller vor Ort. Dadurch wird den Teilnehmern ein sorgenfreier Aufenthalt gewährleistet.

Förderwochentermine

Ferien Gruppe Zeitraum Anmeldeschluss
Fasching 2017 Schulkindgruppe 27.02.-03.03.2017 15.01.2017
Ostern 2017 Schulkindgruppe 10.04.-21.04.2017 28.02.2017
Pfingsten 2017 Schulkindgruppe 05.06.-16.06.2017 31.03.2017
Sommer 2017 Schulkindgruppe, Kindergartengruppe 10.07.-28.07.2017 31.05.2017
Sommer 2017 Schulkindgruppe, Kindergartengruppe, Mutter-Kind-Gruppe) 31.07.-18.08.2017 31.05.2017
Sommer 2017 Internat: Teenager/Junge Erwachsene 31.07.-18.08.2017 31.05.2017

Herbst 2017   30.10.-03.11.2017 22.07.2017

Unvergessliche Sommerförderwochen 2016

Jetzt fängt der Herbst an, doch die Teilnehmer der FortSchritt Sommerförderwochen träumen immer noch von ihren Ferien in Ungarn. In der nordungarischen Stadt Visegrád am Donauknie haben 14 Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung zusammen mit sieben Konduktoren und sechs Assistenten ihre Sommerferien verbracht. Bei den sogenannten Sommerförderwochen genossen sie drei Wochen lang eine Mischung aus Konduktiver Förderung und Erlebnispädagogik. Dabei war die konduktive Förderung, die immer vormittags auf dem Programm stand, oft schon ein Erlebnis. Denn die Förderung begrenzte sich nicht wie üblich auf einen Raum, sie fand im Pool, auf der großen Terrasse oder im Kletterpark statt. Zudem waren die konduktiven Förderziele in Alltags- und Freizeitaktivitäten eingebunden.

Die außergewöhnliche Förderumgebung und die eigenen Aktivitäten motivierten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr. Schließlich hatten sie ihre Freizeit selbst ausgearbeitet und gestaltet. Jeder nannte seine Lieblingsziele und Orte, die kamen dann alle auf ein großes Poster und so entstand eine umfangreiche Freizeitgestaltungslandkarte. Von dieser Landkarte durften die jungen Menschen dann auswählen, an welchem Ausflug sie gerne teilnehmen möchten. Neben Kunstausstellungen wie der des Malers Modigliani besuchten die Förderwochen-Begeisterten die nordungarische und frühere ungarische Hauptstadt Esztergom mit dem berühmten Dom. Die heutige ungarische Hauptstadt Budapest stand am Tag und bei Nacht ebenfalls auf dem Programm. Dort besichtigten die Förderwochen-Teilnehmer das ungarische Parlament, die Matthiaskirche, den Burgpalast und genossen den Ausblick auf die Stadt und die Donau. Bei sommerlichen Temperaturen bummelten sie durch das nächtliche Budapest mit seinen Straßenmusikern und Bars.

In ihrem Ferienwohnort Visegrad, 40 Kilometer nördlich von Budapest gelegen, konnten die jungen Damen und Herren alte Handwerke ausprobieren. Es wurde getöpfert, gehämmert, Papier geschöpft und Motive in Stein gemeißelt. Neben den Kneipenbesuchen am Abend hatten sich die Teilnehmer einen ungarischen Volksliederabend gewünscht. Sie erzählten, dass sie die Lieder an ihre Kindheit und die damalige konduktive Förderung in Ungern erinnern. Als kulinarische Höhepunkte speisten sie in einem Renaissance Restaurant und einmal in der Woche gab der freundliche, nette Gastgeber der Sommerförderwochen-Herberge eine Runde Eis plus ein Getränk aus.

Die drei Wochen in Ungarn gingen so schnell vorüber, dass die meisten gerne noch ein paar Tage verlängert hätten. Jetzt müssen sie wieder bis zum nächsten Sommer warten. Die Freunde, die Erinnerungen und das Gelernte aber bleiben.